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Große Bögen, freies Atmen
Exquisiter Duo-Abend
mit Kristin von der Goltz und Yayoi Takano in Baunatal

BAUNATAL. Die Überraschung kam zum Schluß. Nach dem gelungenen, zu Recht großzügig beklatschten Duoabend mit der Cellistin
Kristin von der Goltz und der Pianistin Yayoi Takano erwarteten die Zuhörer in der Musikschule Baunatal eine Zugabe aus der französischen Musik. Doch die Japanerin ging nicht zum Klavier, sondern begann, begleitet von der Cellistin, einen überaus echt aussehenden Flamenco auf den Kunststoffboden zu legen, wechselte ohne Übergang ans Klavier und vollendete den ungewöhnlichen Auftritt mit einer virtuosen Klavierdarbietung.  Genau das Richtige nach einem komplexen Konzert, in dem drei Franzosen die Abfolge bestritten. Nach Claude Debussys d-Moll-Sonate aus dem Jahr 1915 und Francis Poulencs Sonate (1940) folgte César Francks Cellosonate, eine Bearbeitung seiner Violinsonate, die nicht vom Komponisten stammt, die er wohl aber kannte.  Die Musikerinnen spielen seit längerer Zeit zusammen, was man vom ersten Takt an durch die Qualität des Miteinander-Agierens spürte. Kristin von der Goltz hat sich mit den drei Sonaten wahrlich keine eingängigen und schon gar nicht leichten Stücke ausgewählt. Aber sie hat in ihnen Werke gefunden, in denen sie ihr technisch brillantes Spiel mit einer Musikalität paaren kann, ohne die zumindest die Stücke von Debussy und Poulenc spröde bleiben würden. In Francks Sonate konnte sich Emotionalität freien Lauf bahnen, auch dank der vorzüglichen pianistischen wie begleitenden Fähigkeiten von Yayoi Takano. Große Bögen konnten sich spannen, Klavier wie Cello durften stets frei atmen, ohne sich dem unterordnen zu müssen. Ein exquisiter Abschluß eines hörenswerten Konzerts fernab von engen Repertoirezwängen.
Johannes Mundry 15.4.08


Tobender Beifall beim Baunataler Kammerkonzert mit Kristin von der Goltz und Yayoi Takano
Ein Konzert der Extraklasse fand am vergangenen Sonntag in der Musikschule Baunatal statt. Die weltbekannte Cellistin Kristin von der Goltz hatte mit der Pianistin Yayoi Takano drei Schlüsselwerke der Violoncelloliteratur des ausgehenden19. und des beginnenden20. Jahrhunderts mitgebracht. Gleich zu Beginn faszinierte die perfekte Gestaltung der d-moll Sonate von Claude Debussy, in der die beiden Interpretinnen makelloses Zusammenspiel und musikalisch tiefgehende Empfindung zeigten. Z um Höhepunkt des technisch höchst anspruchsvollen Programms geriet die Sonate für Cello und Klavier von Francis Poulenc. Die beiden spielten das Werk des höchst originellen französischen Komponisten äußerst farbenreich und zupackend. Beeindruckend dabei, wie eindringlich der 2. Satz ,,très calme" (sehr ruhig) gelang. Nach der Pause spielten Kristin von der Goltz und Yayoi Takano die Sonate für Cello und Klavier von Cesar Franck. ln diesem ausladenden spätromantischem Werk beeindruckten vor allem die langen musikalischen Steigerungen und Phrasen. Zum Abschluß gab es in der Zugabe noch eine handfeste Überraschung: Die Pianistin zeigte sich als ausdrucksstarke Flamencotänzerin, die quasi improvisatorisch beginnend zur Begleitung durch das Solocello eine mitreißende Form des spanischen Tanzes bot und sich als Schlußsteigerung während des Tanzes ans Klavier zurückbegab, um in einem fulminanten Duett spanisch/südamerikanischer Provenienz das Konzert ausklingen zu lassen. Tobender Beifall für die beiden Künstlerinnen im ausverkauften Foyer
der Musikschule.
Baunataler Nachrichten 16.4.08

 

Jim Franklin und Yayoi Takano in der Haller Auferstehungskirche
Glitzerndes Klavier, schwebende Flöten
Zum Treffen der Kulturen geriet am Samstagabend in der Auferstehungskirche des Haller Diak das Konzert des Flötisten Jim Franklin und der Pianistin Yayoi Takano.

SCHWÄBISCH HALL 3 Birken, moosbedeckter Waldboden, ein Bächlein plätschert, Holz knackt. Und plötzlich: Der Ton einer Bambusflöte, die die Geräusche der Umgebung aufzunehmen scheint. Im japanischen Garten spielt jemand auf der Shakuhachi und lauscht beim Spielen der Natur nach.

So könnte man sich die perfekte Umgebung für diese Musik vorstellen. Die Auferstehungskirche im Diak ist zwar kein japanischer Garten, bietet aber doch genügend Raum für die Fantasie der Zuhörer. Jim Franklin entlockte seinem Instrument wunderbare Intonationsschwankungen und abwechslungsreiche Anblastechniken zum Honkyoku „Sokkan“. Das bedeutet „Atem-Sicht“. Und der Atem ist es, der hier die Grenzen setzt.

Yayoi Takano betonte in ihrem anschließenden Klaviersolo den Kontrast: Bachs Präludium und Fuge in As-Dur aus dem zweiten Band des ~Wohltemperierten Klaviers“ - schnelle Figuren im Präludium, eine klare, heitere Fuge.

Ganz so groß war der Kontrast dann aber doch nicht. Überhaupt suchten die Interpreten Anknüpfungspunkte zwischen europäischer und asiatischer Kultur. Sowieso ist die zeitgenössische japanische Musik sehr eurozentriert.

Das zeigte etwa Katsutoshi Nagasawas „Futatsu no Den-En-Shi“ für Shakuhachi und Klavier, ein Stück, in dem die japanische Flöte wie ein europäisches Melodieinstrument und das Klavier wie das typische Begleitinstrument behandelt werden.

Zwischendurch erklärte der in Deutschland lebende und arbeitende Australier Ihn Franklin das eine oder andere Stück. So etwa Michio Miyagis „Haru no umi“ (Frühlingssee), das erst in Kombination mit der Violine, zu großer Bekanntheit in Japan gelangte.

Yayoi Takano hatte für ihren Solo-Part ein weiteres Stück ausgesucht: Claude Debussys „Pagode“, ein eindeutig asiatisch beeinflußtes Werk. Die Pianistin bewies nicht nur hier eine zarte Anschlagskultur. Jim Franklin bot zuletzt eine Eigenkomposition, eine Reflexion über Hermann Hesses „Flötenspiel“ und, mit Yayoi Takano, die Uraufführung seiner „Vier flüchtigen Sternenträume“: glitzernde Klavierklänge, schwebende Flötentöne.

Ralf Snurawa, 22. 3. 2006

 

Musikalischer Gänsehauteffekt
Kammermusik mit Kristin von der Goltz und Yayoi Takano / Ein kongeniales Duo

Müllheim. Ein Konzert mit intimer Kammermusik für Violoncello (Kristin von der Goltz} und Klavier (Yayoi Takano ) begeisterte die Musikfreunde in der Martinskirche. Auf dem Programm standen Werke von Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy und Debussy.

Der virtuose Charakter der Darbietungen bewies, dass sich hier zwei souveräne Solistinnen zu einem kongenialen Dur zusammengetan haben. Zum Auftakt erklingt Beethovens Sonate op. 5 Nr.1 in F-Dur, deren rhapsodischer Beginn mit dem Adagio sostenuto schwärmerisch zelebriert wird. Die im Keim bereits vorgebildeten Themen des weiträumigen Allegro werden bildhaft in den Raum gestellt.

Yayoi Takano am Klavier übernimmt beim Hauptthema die Führung voller Energie, während Kristin von der Goltz mit warmen, erdigen Klängen sich der Partnerin anschmiegt. Grossartig, wie das syn- kopische Seitenthema mit Leben erfüllt wird, die Durchführung dramatisch gesteigert wird, bis eine wunderbare kantabile Entspannung aller Klangsynapsen erfolgt. Das Allegro vivace wird als furioses Finale aufbereitet, frisch und mit unverbrauchter Dynamik. Mendelssohns Cellosonate op.45 in B-Dur birgt viel Kantilenenseligkeit in sich und damit die Gefahr der Gefühlsduselei. Die beiden Musikerinnen tun daher gut daran, emotional auf Distanz zu gehen. Sie verlegen sich auf ein Heraus- stellen der Kontrastspannungen, die trotz des harmonischen Miteinanders durchaus vorhanden sind, wenn man ein Gespür dafür hat.

Hier erweist sich einmal deutlich, dass das solistische Denken in einem Duo einen starken Reiz ausmachen kann; von der Goltz und Takano beherrschen dieses Spiel allerdings mit fast perfider Perfektion. Es ist ein Vergnügen, ihren interpretatorischen Finessen zu lauschen. Bei Debussys Sonate in d-Moll von 1915 sind solche bewusst gelegten Spannungsdrähte nicht nötig; die Vielfalt impressionistischer Stimmungsbilder, ekstatischer Eruptionen und dramatischer Momente verlangt hier eher wieder ein bisschen Distanz. Geradezu optische Präsenz haben die dunklen Pizzicato-Tupfer im Finale: Unheimlich wie die leisen Schritte eines Tieres, das sich im Dunkeln nähert, unberechenbar und irgendwie bedrohlich. Wohlberechneter Gänsehauteffekt!

Das Finale mit Mendelssohns Sonate op.58 in D-Dur ist in der Gestaltung ein echter Geniestreich. Einem pulsierenden, feurigen Kopfsatz folgt eine in feinen Tuschefarben hingelegte Tändelei zwischen den Instrumenten.

Das choralartige Adagio wirkt durch die kaskadenhafte Klaviereinleitung und die wunderschöne Cellokantabilität wie eine silberne, in Klänge verwandelte Landschaft im Mondlicht. Attacca geht es dann über ins rasante, erregende und trotz aller Dramatik elegante Finale. Die Musikerinnen verstehen es, das alles zu einem grossartigen Gesamtbild zu verflechten. Eine traumhaftschöne Darbietung. Riesiger, wohlverdienter Applaus.                        Badische Zeitung 09.10.2003, Bianca Flier
 

Ausdruckstief und brillant...
NWZ Göppingen 30.11.99

...mit heiligem Ernst und technischer Souveränität...
Teckbote 12.11.98

sie identifiziert sich auf breiter Basis mit der spanischen Musik...
Die Pianistin tanzte ein Zapateado vor dem verblüfften Publikum,...man fühlte sich in ein "Tablao Flamenco" versetzt.
Menorca 7.10.1997

Yayoi Takano ist eine formidable Konzertpianistin wie auch eine begabte Tänzerin, die neben ihrer technischer Brillanz auch das Gespür und das Temperament für die Eigenheiten Spanischer Musik besitzt...
Stuttgarter Zeitung 31.3.1994

..ihre ungemein differenzierte Anschlagskunst, ihre reiche Palette an Klangfarben, dazu die Fähigkeit, mit wenigen ,präzis gesetzten Strichen Konturen zu entwerfen, Stimmungen zu wecken...
..Raffinesse und Eleganz in den Rubati...
...federleicht perlende Virtuosität und viel tänzerischer Schwung...
Göttinger Tageblatt 15.2.1992

Yayoi Takano verfügt über eine technische Perfektion, die sie befähig, die musikalische Interpretation in den Vordergrund zu stellen.
...differenzierte Tongebung...
Badische Zeitung 6.12. 1991