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Yayoi Takano stammt aus einer japanischen Künstler und Wissenschaftlerfamilie. Bereits im Alter von drei Jahren erhielt sie Klavierunterricht von ihrer Mutter. Mit der Göttinger Klavierpädagogin Adèle Bönisch setzte die junge Yayoi ihre Ausbildung fort. Durch die Großmutter, eine bekannte Choreographin und Tänzerin für KlassischJapanischen Tanz, erfuhr sie die harmonische Verbindung zwischen Musizieren und tänzerischer Bewegung. Der mit sieben Jahren begonnene Ballettunterricht war nur eine natürliche Folge davon. Schon früh musizierte sie mit ihrer Mutter (Gesang und Klavier) unter anderem Lieder von Schubert, Brahms oder Hugo Wolf und Richard Strauss. Eine Partnerin fürs Kammermusikspiel hatte sie in ihrer Geige spielenden Schwester. Im Alter von 7 bis 12 Jahren nahm sie außerdem Unterricht im Gambenspiel bei Ingrid Stampa, womit sie Erfahrungen im Consortspiel und Bekanntschaft mit den alten großen Meistern der Europäischen Musik machte.

Der bekannte Pianist und Musikwissenschaftler Jürgen Uhde entdeckte die erst Vierzehnjährige. Als Lehrer eröffnete ihr die Laufbahn einer Konzertpianistin. Außerdem vervollkommnete sie in seinen Seminaren das philosophischwissenschaftliche Denken und den Zugang zum Forschen an der Musik. In ihrer Gymnasialzeit wurde sie alljährlich Preisträgerin beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert" sowie beim GrotrianSteinwegWettbewerb. Nach dem Abitur begann an der Musikhochschule Hannover das Studium bei dem renommierten Professor KarlHeinz Kämmerling. Exkurse ihres musikalischen Weges führten sie immer wieder zum Tanz und zur Kammermusik zurück. Weitere Stationen ihrer Ausbildung brachten sie nach Stuttgart und Basel, wo sie in der Klasse von Professor Lászlo Gymesi das Konzertdiplom mit Auszeichnung erwarb.

Die wichtigsten Impulse erhielt sie durch Begegnungen mit Walter Levin (LasalleQuartett), dem ungarischen Komponisten György Kurtág, Malcolm Frager(Pianist und Musikwissenschaftler) und Gérard Wyss (Basler Pianist und Professor für Kammermusik). 1990 wurde sie von Walter Levin zum RaviniaFestival nach Chicago eingeladen. 1992 führte sie Werke von György Kurtág bei ARS MUSICA (Festival für Neue Musik) in Brüssel) auf.

Sie war Solistin mit verschiedenen Symphonieorchestern, machte Rundfunkaufnahmen und Gab sowohl Soloklavier als auch Kammermusikabende mit verschieden Instrumentalpartnern (unter anderem mit ihrer bereits erwähnten Schwester Erika TakanoForck, Violine und ihrem Schwager Stephan Forck, Cellist im VoglerQuartett).

Eine ihrer verschiedenen außergewöhnlichen Verbindungen war von 19921997 mit dem spanischen Tänzer und Kastagnettenvirtuosen José de Udaeta. Zusammen feierten sie zahlreiche Erfolge in Deutschland und Spanien. Ihre Aufführungen sind die vollkommene Harmonie von Tanz, Theater und Klassischem Konzert. Diese Erweiterung ihres Repertoires in Richtung Spanische Musik bereicherte sie einerseits durch die Arbeit mit Udaeta und andererseits durch eigene Studien des Flamencotanzes in Sevilla bei Maestro Manolo Marín. Ihre Darbietung von Albéniz, Granados oder de Falla wurde in Madrid und Barcelona von den dortigen Kritikern und Kennern hochgelobt.

Im April 2000 führte sie mit Marcelo Sousa (Gesang), Miguel Iven (Gitarre), Conny Sommer (Percussion) und Nikola Lutz (Saxophon) das Programm “FlamencoFacetten“ im Theater Rampe/Stuttgart auf, wofür sie nicht nur eigene Arrangements schrieb sondern auch als Flamencotänzerin agierte.Auf ein neues Terrain begab sie sich, als sie 1999 begann ,zusammen mit dem Rockgitarristen Werner Dannemann BeatlesLieder zu interpretieren. Sie schrieb komplett die Klavierstimme neu auf ,um den authentischen BeatlesSound nachzuempfinden, komponierte Introduktionen passend im Sinne der Beatleslieder und ergänzte die rockige Stimme Dannemanns mit ihrer Stimme. Das Ergebnis ist das Programm „Beatles&Classic“.Im Oktober 2000 führte sie Werke von der rumänischen Komponistin Violeta Dinescu im Rahmen eines KomponistenPortraits im Rotebühlzentrum, Stuttgart auf, worunter auch Auftragskompositionen der Stadt Stuttgart waren.

Jede Programmgestaltung von Yayoi Takano beweist immer wieder die große Breite ihres virtuosen Könnens und künstlerischen Ausdrucks. Es umfaßt Werke aus allen Epochen bis hin zur Neuen Musik, die sie bei ihrem Spiel genauso lebendig interpretiert wie Werke alter klassischer Meister. In diesem Sinne bedeutet für sie Interpretation, den tieferen Sinn und Ausdruck eines Stückes an Hand des notierten Textes intellektuell zu erfassen, jedoch das Durchdachte so zu verinnerlichen, daß es dann über die Intuition als persönliches Erleben zur klingenden Musik wird.

Für Yayoi Takano, die zwischen verschieden Kulturen aufgewachsen ist, und die in eine Familie hineingeboren wurde, in der verschiedene Kunstrichtungen ausgeübt werden, ist es eine Selbstverständlichkeit, selbst keine Berührungsängste zu verschieden Kulturen und Künsten zu haben. Ihr geht es darum, durch Begegnungen ein neues Miteinander und Zusammenerleben in der Musik zu erreichen und nach  immer neuen Wegen zu suchen, ohne die Ursprünge zu vergessen.